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05.11.2026

Waffensammeln – eine verlorene Kunst?

VDB-Leitfaden für angehende Waffen- und Munitionssammler

Die Zahl der Waffensammler ist stark rückläufig. Mit einem neuen Leitfaden möchte der VDB deshalb den Einstieg in das erlaubnispflichtige Sammeln von Waffen und Munition erleichtern.
  

Die Anzahl der Waffen- und Munitionssammler in Deutschland geht seit Jahren zurück. Zum Stichtag 2017 zählte das Nationale Waffenregister (NWR) noch über 7.000 Inhaber waffenrechtlicher Erlaubnisse mit dem Bedürfnis „Sammeln“. Ende 2025 waren es nur noch rund 6.300 – ein Rückgang von mehr als zehn Prozent.

Der eine oder andere mag einwenden, dass dies nicht verwunderlich sei. Schließlich ist auch die Gesamtzahl der Waffenbesitzer in Deutschland rückläufig. Doch der Rückgang an Waffensammlern fiel im Zeitraum von 2022 bis 2025 mehr als 4-mal höher aus, wie der direkte Vergleich mit der Zahl der Waffenbesitzer insgesamt zeigt. Und der Trend scheint sich weiter zu beschleunigen.

Dabei leisten private Waffen- und Munitionssammler einen wichtigen Beitrag zum Erhalt von Kulturgut. Von dieser Sammelleidenschaft profitieren auch öffentliche Museen, die Ausstellungsstücke regelmäßig aus Leihgaben, Schenkungen oder Nachlässen beziehen. Ohne private Initiativen wären viele Zeugnisse unserer Geschichte heute womöglich nicht mehr erhalten.

Doch was geschieht, wenn immer weniger Menschen bereit sind, diese Aufgabe zu übernehmen?

Für den Waffenfachhandel und den Sammlermarkt birgt diese Entwicklung erhebliche Risiken. Sinkt die Zahl potenzieller Käufer, entstehen bei der Auflösung größerer Sammlungen Verkaufsdruck und Preisabschläge. Hinzu kommt die Gefahr, dass bedeutende Sammlungsstücke – oder ganze Sammlungen – mangels geeigneter deutscher Käufer ins Ausland verkauft werden. Haben die Waffen das Land erst einmal verlassen, machen die hohen rechtlichen Anforderungen an das Verbringen erlaubnispflichtiger Schusswaffen nach Deutschland eine Rückkehr unwahrscheinlich. Wertvolle Zeugnisse der eigenen Waffen- und Technikgeschichte fließen so oft dauerhaft aus Deutschland ab.

Umso wichtiger ist es, das Interesse am Waffensammeln zu erhalten und zu fördern. Gerade der Einstieg erscheint Interessierten jedoch häufig schwierig. Wer eine kulturhistorisch bedeutsame Waffen- oder Munitionssammlung aufbauen möchte, muss nicht nur über Kenntnisse im angestrebten Sammelgebiet verfügen, sondern auch einen gut begründeten, schlüssigen Antrag auf eine waffenrechtliche Sammelerlaubnis stellen.

Mit unserem Leitfaden „Waffensammeln – Rechtsgrundlagen, Informationen, erste Schritte“ setzen wir hier an: Als praktische Hilfe zur Selbsthilfe erläutert er die wichtigsten Rechtsgrundlagen und zeigt, wie angehende Sammler sich vorbereiten können.

Damit möchte der VDB die Einstiegshürden ein Stück weit greifbarer machen und Interessierten konkrete erste Schritte hin zu einer erfolgreichen Antragstellung aufzeigen. Denn Waffensammeln bedeutet, (Technik-)Geschichte zu bewahren. Damit dieses Wissen, die technischen Zeugnisse und die damit verbundene Sammelkultur nicht verloren gehen, braucht es Menschen, die diese Tradition fortführen.

Den neuen VDB Leitfaden „Waffensammeln“ gibt es hier zum Download.