VDB zieht positive Bilanz seiner Teilnahme am CSU-Parteitag
Zahlreiche hochrangige Politiker besuchten den Informationsstand des VDB beim Parteitag der CSU in München. Im Mittelpunkt stand (natürlich) die Evaluierung des Waffenrechts – und die Chance, aus persönlichen Begegnungen konkrete Verbesserungen anzustoßen.
Ein voller Terminkalender, viele interessierte Gesprächspartner und eine Resonanz, die auch das politisch erfahrene VDB-Team beeindruckte: Der CSU-Parteitag am 23. und 24. Oktober 2026 in München wurde für den VDB zu einer besonders wertvollen Gelegenheit, die Anliegen der Branche und der legalen Waffenbesitzer unmittelbar an wichtige politische Entscheidungsträger heranzutragen.
Zwei Tage lang führten VDB-Präsident Michael Blendinger, Vizepräsident Frank Satzinger und Interessenvertreter Peter Braß am Informationsstand zahlreiche gute Gespräche. Am Samstag verstärkte VDB-Mitarbeiterin Silke Wittig das Team. Dabei entwickelten sich zahlreiche spontane Begegnungen immer wieder zu längeren und ausführlichen Fachgesprächen: Politiker aus Bund, Land und Gemeinden hörten aufmerksam zu, fragten nach und diskutierten über die praktischen Auswirkungen waffenrechtlicher Regelungen.
Gerade solche zwanglosen Gespräche abseits formaler Sitzungen ermöglichen es, Probleme offen anzusprechen, Missverständnisse auszuräumen und Vertrauen aufzubauen.
Unter den Gästen am VDB-Stand waren Bundesinnenminister Alexander Dobrindt, Bayerns Innenminister Joachim Herrmann, Staatsminister Dr. Florian Herrmann (Leiter der Bayerischen Staatskanzlei), Bayerns Innenstaatssekretär Sandro Kirchner, der CSU-Fraktionsvorsitzende im Bayerischen Landtag Klaus Holetschek und der Europaabgeordnete Stefan Köhler. Hinzu kamen zahlreiche weitere Bundes- und Landtagsabgeordnete, Delegierte und kommunale Mandatsträger.
Auch Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König besuchte den Informationsstand. Michael Blendinger und Frank Satzinger nutzten die Begegnung, um mit ihm über die IWA OutdoorClassics in Nürnberg ins Gespräch zu kommen. Im Mittelpunkt standen dabei die Organisation und der Ablauf der für die Branche bedeutenden Fachmesse. Damit bot der Parteitag neben den waffenpolitischen Fragen auch Raum für den direkten Austausch über konkrete Anliegen der Branche.
Der VDB nutzte die Gelegenheit, seine Positionen und die Erfahrungen seiner Mitglieder direkt einzubringen. Dabei ging es nicht nur um Paragrafen, sondern um die Menschen und Betriebe, die die gesetzlichen Vorgaben täglich in der Praxis umsetzen müssen: Büchsenmacher, Hersteller und Waffenfachhändler, Jäger, Sport- und Traditionsschützen und alle weiteren Bürger, die mit dem Waffengesetz bewusst oder unbewusst in Berührung kommen. Auch die Messerverbotszonen und ihre praktischen Auswirkungen sorgten immer wieder für lebhafte Diskussionen.
Wie viel Arbeit hinter den Positionen des Verbandes steckt, wurde auch bei einem Gespräch mit Bayerns Innenminister Joachim Herrmann deutlich. Als Vizepräsident Frank Satzinger ihm die umfangreiche VDB-Stellungnahme zum Fragenkatalog des Bundesinnenministeriums zur Evaluierung des Waffenrechts überreichte, zeigte sich Minister Herrmann von der Ausarbeitung sichtlich beeindruckt.
Viele Gespräche gingen deutlich über einen kurzen Austausch von Höflichkeiten hinaus. Gesprächspartner stellten gezielte Rückfragen, hinterfragten Regelungen und wollten wissen, welche Folgen sie im Alltag tatsächlich haben. Dass Jagd und Schießsport in Bayern fest verwurzelt sind und etliche Mandatsträger selbst Berührungspunkte mit diesen Bereichen haben, war in vielen Gesprächen deutlich zu spüren. Für den VDB ist dieses ernsthafte Interesse eine wichtige Grundlage, um über sachgerechte Lösungen zu sprechen.
Nahezu 500 bayerische VDB-Mitglieder, 531.000 Mitglieder im Bayerischen Sportschützenbund e.V. (BSSB) sowie 83.000 Jäger verdeutlichen die politische Relevanz unserer Themen in diesem Bundesland.
Auf dem Parteitag selbst standen unter dem Motto „Näher am Menschen“ bundes- und landespolitische Fragen im Fokus. CSU-Chef Markus Söder sprach über die politische Ausrichtung seiner Partei und die Reformfähigkeit der Bundesregierung. Außerdem wurden der Länderfinanzausgleich und die Diskussion um Ilse Aigner als mögliche Bundespräsidentin aufgegriffen. Am Samstag trat Bundeskanzler Friedrich Merz als Gastredner auf. Für den VDB bot die Veranstaltung damit ein besonders dichtes Umfeld für Gespräche mit politischen Entscheidungsträgern.
Für zusätzliche Motivation sorgten die vielen positiven Rückmeldungen zur Arbeit des Verbandes, die zeigen, dass unsere Arbeit in Berlin und den Ländern wahrgenommen wird. Noch wichtiger als das Lob waren jedoch die konkreten Ergebnisse. Bereits während des Parteitags wurden weiterführende Gespräche vereinbart. Aus dem ersten Kontakt soll ein vertiefter fachlicher Dialog werden – genau das ist das Ziel der kontinuierlichen politischen Präsenz des VDB.
Der Verband reist deshalb mit Rückenwind aus München ab. Die zahlreichen Begegnungen haben gezeigt, dass fundierte Argumente gehört werden und dass die Anliegen der Branche auf Interesse stoßen. Nun gilt es, diese Gesprächsbereitschaft zu nutzen. Der VDB wird sich mit aller Kraft und seiner fachlichen Expertise in die Evaluierung einbringen – für ein Waffenrecht, das Sicherheit gewährleistet, zugleich aber verständlicher, fairer, rechtssicherer und praxistauglicher wird. Statt immer neuer Hürden braucht es nachvollziehbare Regeln, weniger unnötige Bürokratie und einen angemessenen Umgang mit denjenigen, die sich an das Recht halten. Dafür wird der VDB weiter das Gespräch suchen.
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