30.06.2026

Am 23., 24. und 25. Juni 2026 waren der VDB und der europäische Waffenfachhandelsverband AECAC in Brüssel im intensiven Austausch mit Vertretern der europäischen Institutionen. Im Mittelpunkt standen die laufende Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie, die geplante neue EU-Trafficking-Richtlinie sowie die praktischen Auswirkungen europäischer Waffenrechtsvorhaben auf den legalen Waffenfachhandel, Büchsenmacherbetriebe und rechtmäßige Waffenbesitzer.
Für den VDB nahmen Michael Blendinger, Präsident des VDB und zugleich Präsident des AECAC, sowie Peter Braß, Interessenvertreter des VDB und Generalsekretär des AECAC, an den Gesprächen teil. Beide brachten die Perspektive des deutschen und europäischen Waffenfachhandels in die Beratungen ein.
„Reality Check“ der EU-Kommission zur Feuerwaffenrichtlinie
Am 24. und 25. Juni fand in Brüssel ein von der Generaldirektion Migration und Inneres der Europäischen Kommission (DG HOME), organisiertes „Reality-Check“-Treffen zur Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinie statt. Die Veranstaltungen war Teil der laufenden Evaluierung der Feuerwaffenrichtlinie und diente dazu, praktische Erfahrungen aus der täglichen Anwendung der europäischen Regelungen zusammenzutragen.
Mit diesem Format führte DG HOME erstmals einen groß angelegten direkten Austausch mit Vertretern des privaten Feuerwaffensektors durch. An der Veranstaltung nahmen europäische Verbände, aber auch nationale Organisationen teil, die unter anderem Hersteller von Feuerwaffen und Munition, den Waffenfachhandel, Sportschützen, Jäger und Sammler vertraten.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen zentrale Fragen der Herstellung, des gewerblichen Handels, grenzüberschreitender Verbringungen sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen für rechtmäßige Waffenbesitzer. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung die Feuerwaffenrichtlinie als europäisches Rechtsinstrument für einheitliche Vorgaben im Binnenmarkt und für die praktische Ausübung legaler waffenbezogener Tätigkeiten über Grenzen hinweg hat. Es wurde jedoch auch schnell klar, dass die Hauptprobleme entstehen, sofern Mitgliedsstaaten die Richtlinie strenger als gefordert in nationale Gesetzgebung umsetzen. Dieses sogenannte „Gold Plating“ widerspricht dem Harmonisierungsgedanken innerhalb der gesamten EU.
Dabei fanden die Gespräche in einer sachlichen, fachlichen und konstruktiven Atmosphäre statt. Der Austausch erfolgte auf Augenhöhe. Die Vertreter der Kommission zeigten sich offen für die Argumente der Branche und nahmen die vorgetragenen praktischen Erfahrungen, Belastungen und Verbesserungsvorschläge aufmerksam auf.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praktischen Hindernissen bei der Umsetzung der Richtlinie. Thematisiert wurden unter anderem Unterschiede bei der nationalen Umsetzung, zusätzliche Belastungen durch besonders strenge Auslegungen einzelner Vorgaben sowie die Notwendigkeit, Verfahren zu vereinfachen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Zugleich wurde betont, dass rechtssichere und praktikable Regelungen mit den Anforderungen der inneren Sicherheit in Einklang gebracht werden müssen.
Unter Anderem regte Präsident Blendinger die Erweiterung der allgemeinen Verbringungserlaubnis für gewerbliche Erlaubnisinhaber auch für die Einfuhr an, die die vorherigen Einwilligungen für den Einzelfall ersetzen sollte. Mit einem entsprechenden digitalen Meldesystem würden Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt, die Vollzugsbehörden entlastet und deren Fehlerquoten durch die in der Regel manuelle Erfassung beim Übertrag in das IMI (Internal Market Information System) deutlich reduziert.
Auch die Digitalisierung des Europäischen Feuerwaffenpasses wurde als wichtiger Schritt benannt, um grenzüberschreitende Abläufe zu erleichtern und zeitgemäßer zu gestalten.
Der Wunsch nach einer Entschädigungslösung für unverkäufliche Warenbestände in Folge einer Rechtsänderung wurde ebenfalls erneut vorgetragen.
Der „Reality Check“ ist ein neues Konsultationsinstrument der Europäischen Kommission. Ziel ist es, praktische Erfahrungen betroffener Akteure aus der täglichen Anwendung von EU-Rechtsvorschriften zu erfassen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Evaluierung der Feuerwaffenrichtlinie einfließen, die von der Kommission regelmäßig durchgeführt wird. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, wie die Vorschriften im Binnenmarkt wirken und wo Anpassungs- oder Vereinfachungsbedarf besteht.
Der VDB und der AECAC bedanken sich bei der Europäischen Kommission für den offenen Dialog und den konstruktiven Austausch. Wir hoffen, dass die Sorgen und Nöte der Branche gehört werden und im Evaluationsbericht angemessene Berücksichtigung finden.
Gespräche im Europäischen Parlament
Bereits am 23. Juni 2026 nutzten Michael Blendinger und Peter Braß ihren Aufenthalt in Brüssel für Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments und trafen die Europaabgeordneten Moritz Körner und Verena Mertens. Beide Abgeordnete sind Mitglieder im LIBE-Ausschuss des Europäischen Parlaments, der regelmäßig mit innen- und waffenrechtlichen Fragen befasst ist. Verena Mertens ist zudem Schattenberichterstatterin der EVP-Fraktion für die aktuell diskutierte sogenannte Trafficking-Richtlinie. Damit sind beide Gesprächspartner für die waffenrechtlichen Entwicklungen auf EU-Ebene von besonderer Bedeutung.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die geplante neue EU-Trafficking-Richtlinie sowie die angelaufene Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. VDB und AECAC machten deutlich, dass rechtssichere, praxistaugliche und verhältnismäßige Regelungen erforderlich sind. Entscheidend ist, dass der legale Waffenfachhandel nicht durch zusätzliche bürokratische Belastungen beeinträchtigt wird und dass europäische Regelungen klar zwischen legalem Fachhandel und illegalem Waffenhandel differenzieren.
Zur Trafficking-Richtlinie wurde festgehalten, dass die parlamentarische Befassung mit dem Referentenentwurf auf den 14. Juli 2026 verschoben wurde. Ein vertiefter Austausch über konkrete Regelungsinhalte war daher noch nicht möglich. Gleichwohl wurden bereits absehbare Themen angesprochen, darunter insbesondere Fragen rund um den 3-D-Druck. VDB und AECAC werden diesen Themenkomplex eng begleiten und den Austausch mit den Abgeordneten fortsetzen, sobald die Beratungen im Europäischen Parlament weiter voranschreiten.
Ein weiterer Schwerpunkt war die Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. Michael Blendinger erläuterte den aktuellen Stand aus Sicht von VDB und AECAC und unterstrich die Notwendigkeit, die Erfahrungen und Belange der betroffenen Fachhändler und Büchsenmacher frühzeitig in die politischen Prozesse einzubringen.
Die Gespräche verliefen konstruktiv und bestätigten die Bedeutung kontinuierlicher politischer Kontaktpflege auf europäischer Ebene. Sowohl mit Moritz Körner als auch mit Verena Mertens bestehen bereits belastbare Gesprächskanäle, die durch den direkten Austausch weiter gefestigt wurden. Besonders deutlich wurde, dass VDB und AECAC als fachkundige Ansprechpartner wahrgenommen werden, wenn es um die praktischen Folgen europäischer Waffenrechtsvorhaben für den legalen Handel geht.
Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, in dem auf EU-Ebene mehrere waffenrechtlich relevante Verfahren parallel laufen, sind solche Gespräche von besonderer Wichtigkeit. Politische Entscheidungen in Brüssel wirken sich unmittelbar auf die Praxis in den Mitgliedstaaten aus. Umso wichtiger ist es, dass die Stimme des legalen Waffenfachhandels frühzeitig, sachlich und verlässlich eingebracht wird. VDB und AECAC werden daher auch weiterhin den engen Kontakt zu Abgeordneten des Europäischen Parlaments suchen und Gespräche führen. Ziel bleibt es, die Interessen der Büchsenmacher, Waffenfachhändler und der legalen Branche in Deutschland und Europa klar, konsistent und wirksam in die laufenden europäischen Verfahren einzubringen.
VDB und AECAC in Brüssel
Direkter Austausch mit EU-Kommission und Abgeordneten des Europäischen Parlaments

Am 23., 24. und 25. Juni 2026 waren der VDB und der europäische Waffenfachhandelsverband AECAC in Brüssel im intensiven Austausch mit Vertretern der europäischen Institutionen. Im Mittelpunkt standen die laufende Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie, die geplante neue EU-Trafficking-Richtlinie sowie die praktischen Auswirkungen europäischer Waffenrechtsvorhaben auf den legalen Waffenfachhandel, Büchsenmacherbetriebe und rechtmäßige Waffenbesitzer.
Für den VDB nahmen Michael Blendinger, Präsident des VDB und zugleich Präsident des AECAC, sowie Peter Braß, Interessenvertreter des VDB und Generalsekretär des AECAC, an den Gesprächen teil. Beide brachten die Perspektive des deutschen und europäischen Waffenfachhandels in die Beratungen ein.
„Reality Check“ der EU-Kommission zur FeuerwaffenrichtlinieAm 24. und 25. Juni fand in Brüssel ein von der Generaldirektion Migration und Inneres der Europäischen Kommission (DG HOME), organisiertes „Reality-Check“-Treffen zur Umsetzung der Feuerwaffenrichtlinie statt. Die Veranstaltungen war Teil der laufenden Evaluierung der Feuerwaffenrichtlinie und diente dazu, praktische Erfahrungen aus der täglichen Anwendung der europäischen Regelungen zusammenzutragen.
Mit diesem Format führte DG HOME erstmals einen groß angelegten direkten Austausch mit Vertretern des privaten Feuerwaffensektors durch. An der Veranstaltung nahmen europäische Verbände, aber auch nationale Organisationen teil, die unter anderem Hersteller von Feuerwaffen und Munition, den Waffenfachhandel, Sportschützen, Jäger und Sammler vertraten.
Im Mittelpunkt der Beratungen standen zentrale Fragen der Herstellung, des gewerblichen Handels, grenzüberschreitender Verbringungen sowie der rechtlichen Rahmenbedingungen für rechtmäßige Waffenbesitzer. Dabei wurde deutlich, welche Bedeutung die Feuerwaffenrichtlinie als europäisches Rechtsinstrument für einheitliche Vorgaben im Binnenmarkt und für die praktische Ausübung legaler waffenbezogener Tätigkeiten über Grenzen hinweg hat. Es wurde jedoch auch schnell klar, dass die Hauptprobleme entstehen, sofern Mitgliedsstaaten die Richtlinie strenger als gefordert in nationale Gesetzgebung umsetzen. Dieses sogenannte „Gold Plating“ widerspricht dem Harmonisierungsgedanken innerhalb der gesamten EU.
Dabei fanden die Gespräche in einer sachlichen, fachlichen und konstruktiven Atmosphäre statt. Der Austausch erfolgte auf Augenhöhe. Die Vertreter der Kommission zeigten sich offen für die Argumente der Branche und nahmen die vorgetragenen praktischen Erfahrungen, Belastungen und Verbesserungsvorschläge aufmerksam auf.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf praktischen Hindernissen bei der Umsetzung der Richtlinie. Thematisiert wurden unter anderem Unterschiede bei der nationalen Umsetzung, zusätzliche Belastungen durch besonders strenge Auslegungen einzelner Vorgaben sowie die Notwendigkeit, Verfahren zu vereinfachen und Verwaltungsaufwand zu reduzieren. Zugleich wurde betont, dass rechtssichere und praktikable Regelungen mit den Anforderungen der inneren Sicherheit in Einklang gebracht werden müssen.
Unter Anderem regte Präsident Blendinger die Erweiterung der allgemeinen Verbringungserlaubnis für gewerbliche Erlaubnisinhaber auch für die Einfuhr an, die die vorherigen Einwilligungen für den Einzelfall ersetzen sollte. Mit einem entsprechenden digitalen Meldesystem würden Bearbeitungszeiten deutlich verkürzt, die Vollzugsbehörden entlastet und deren Fehlerquoten durch die in der Regel manuelle Erfassung beim Übertrag in das IMI (Internal Market Information System) deutlich reduziert.
Auch die Digitalisierung des Europäischen Feuerwaffenpasses wurde als wichtiger Schritt benannt, um grenzüberschreitende Abläufe zu erleichtern und zeitgemäßer zu gestalten.
Der Wunsch nach einer Entschädigungslösung für unverkäufliche Warenbestände in Folge einer Rechtsänderung wurde ebenfalls erneut vorgetragen.
Der „Reality Check“ ist ein neues Konsultationsinstrument der Europäischen Kommission. Ziel ist es, praktische Erfahrungen betroffener Akteure aus der täglichen Anwendung von EU-Rechtsvorschriften zu erfassen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die Evaluierung der Feuerwaffenrichtlinie einfließen, die von der Kommission regelmäßig durchgeführt wird. Dabei steht insbesondere die Frage im Fokus, wie die Vorschriften im Binnenmarkt wirken und wo Anpassungs- oder Vereinfachungsbedarf besteht.
Der VDB und der AECAC bedanken sich bei der Europäischen Kommission für den offenen Dialog und den konstruktiven Austausch. Wir hoffen, dass die Sorgen und Nöte der Branche gehört werden und im Evaluationsbericht angemessene Berücksichtigung finden.
Gespräche im Europäischen ParlamentBereits am 23. Juni 2026 nutzten Michael Blendinger und Peter Braß ihren Aufenthalt in Brüssel für Gespräche mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments und trafen die Europaabgeordneten Moritz Körner und Verena Mertens. Beide Abgeordnete sind Mitglieder im LIBE-Ausschuss des Europäischen Parlaments, der regelmäßig mit innen- und waffenrechtlichen Fragen befasst ist. Verena Mertens ist zudem Schattenberichterstatterin der EVP-Fraktion für die aktuell diskutierte sogenannte Trafficking-Richtlinie. Damit sind beide Gesprächspartner für die waffenrechtlichen Entwicklungen auf EU-Ebene von besonderer Bedeutung.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die geplante neue EU-Trafficking-Richtlinie sowie die angelaufene Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. VDB und AECAC machten deutlich, dass rechtssichere, praxistaugliche und verhältnismäßige Regelungen erforderlich sind. Entscheidend ist, dass der legale Waffenfachhandel nicht durch zusätzliche bürokratische Belastungen beeinträchtigt wird und dass europäische Regelungen klar zwischen legalem Fachhandel und illegalem Waffenhandel differenzieren.
Zur Trafficking-Richtlinie wurde festgehalten, dass die parlamentarische Befassung mit dem Referentenentwurf auf den 14. Juli 2026 verschoben wurde. Ein vertiefter Austausch über konkrete Regelungsinhalte war daher noch nicht möglich. Gleichwohl wurden bereits absehbare Themen angesprochen, darunter insbesondere Fragen rund um den 3-D-Druck. VDB und AECAC werden diesen Themenkomplex eng begleiten und den Austausch mit den Abgeordneten fortsetzen, sobald die Beratungen im Europäischen Parlament weiter voranschreiten.Ein weiterer Schwerpunkt war die Evaluierung der EU-Feuerwaffenrichtlinie. Michael Blendinger erläuterte den aktuellen Stand aus Sicht von VDB und AECAC und unterstrich die Notwendigkeit, die Erfahrungen und Belange der betroffenen Fachhändler und Büchsenmacher frühzeitig in die politischen Prozesse einzubringen.
Die Gespräche verliefen konstruktiv und bestätigten die Bedeutung kontinuierlicher politischer Kontaktpflege auf europäischer Ebene. Sowohl mit Moritz Körner als auch mit Verena Mertens bestehen bereits belastbare Gesprächskanäle, die durch den direkten Austausch weiter gefestigt wurden. Besonders deutlich wurde, dass VDB und AECAC als fachkundige Ansprechpartner wahrgenommen werden, wenn es um die praktischen Folgen europäischer Waffenrechtsvorhaben für den legalen Handel geht.
Gerade zum jetzigen Zeitpunkt, in dem auf EU-Ebene mehrere waffenrechtlich relevante Verfahren parallel laufen, sind solche Gespräche von besonderer Wichtigkeit. Politische Entscheidungen in Brüssel wirken sich unmittelbar auf die Praxis in den Mitgliedstaaten aus. Umso wichtiger ist es, dass die Stimme des legalen Waffenfachhandels frühzeitig, sachlich und verlässlich eingebracht wird. VDB und AECAC werden daher auch weiterhin den engen Kontakt zu Abgeordneten des Europäischen Parlaments suchen und Gespräche führen. Ziel bleibt es, die Interessen der Büchsenmacher, Waffenfachhändler und der legalen Branche in Deutschland und Europa klar, konsistent und wirksam in die laufenden europäischen Verfahren einzubringen.