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23.07.2026

Gemeinsam stärker für Jagd, Handel, Handwerk und legalen Waffenbesitz

VDB und Bayerischer Jagdverband vertiefen Zusammenarbeit

Beim Antrittsbesuch des VDB-Präsidiums beim neuen Präsidenten des Bayerischen Jagdverbands standen die Gemeinsamkeiten im Mittelpunkt. Eine sachliche Debatte über den legalen Waffenbesitz, verlässliche Sicherheitsstandards, moderne Verwaltungsverfahren und eine stärkere Zusammenarbeit der Verbände.

Am Mittwoch, 22. Juli 2026, trafen sich Vertreter des VDB mit dem Präsidenten des Bayerischen Jagdverbandes (BJV), Hubert Stärker, in der BJV-Geschäftsstelle in Feldkirchen. Für den VDB nahmen Präsident Michael Blendinger, Vizepräsident Frank Satzinger und Interessenvertreter Peter Braß teil. Aufseiten des BJV war neben Hubert Stärker auch Christian Fischer vertreten, der im Verband unter anderem für das Schießwesen verantwortlich ist.

Unser Bild zeigt (von links): Christian Fischer, Frank Satzinger, Michael Blendinger, Hubert Stärker und Peter Braß.

Das Gespräch war vom gemeinsamen Willen geprägt, die Interessen von Jägern, Sportschützen, Büchsenmachern und Waffenfachhandel künftig enger miteinander zu verbinden. Beide Seiten waren sich einig, dass die Verbände ihre fachliche Expertise bündeln und gegenüber Politik und Öffentlichkeit mit klaren, abgestimmten Botschaften auftreten sollten.

Sachlichkeit statt Generalverdacht
Ein zentraler gemeinsamer Ausgangspunkt ist der sachliche Umgang mit dem legalen Waffenbesitz. Rechtstreue Waffenbesitzer gehören zur Mitte der Gesellschaft und dürfen nicht pauschal unter Verdacht gestellt werden, während die tatsächlichen Herausforderungen vor allem beim illegalen Waffenbesitz und beim Waffenmissbrauch liegen.

VDB und BJV wollen deshalb weiter dafür werben, politische Maßnahmen zielgerichtet, verhältnismäßig und praxistauglich auszugestalten. Neue Regelungen müssen einen nachvollziehbaren Sicherheitsgewinn bringen und dürfen verantwortungsbewusste Jäger, Sportschützen sowie die Betriebe des Büchsenmacherhandwerks und des Waffenfachhandels nicht unnötig belasten.

Sicherheit und moderne Verwaltung
Neben der politischen Interessenvertretung wurden fachliche Zukunftsthemen besprochen. Dazu zählen zum Beispiel die sichere Aufbewahrung und die sachgerechte Handhabung von Waffen. Zugleich sollen Jagdschein, Waffenbesitzkarte und Europäischer Feuerwaffenpass zeitgemäß digital nutzbar werden. Moderne Verfahren können Behörden entlasten, Abläufe vereinfachen und die Rechtssicherheit verbessern.

Hervorgehoben wurde außerdem die wichtige Rolle des Büchsenmacherhandwerks und des Waffenfachhandels. Fachkundige Beratung, individuelle Anpassungen und die langfristige Begleitung der Kunden tragen wesentlich zu Sicherheit und Qualität bei. Die Verbindung von handwerklicher Kompetenz, technischer Erfahrung und persönlicher Beratung bleibt unverzichtbar.

Fortsetzung des direkten Austauschs
VDB und BJV wollen gemeinsame Positionen entwickeln, weitere Verbände in den Dialog einbeziehen und den direkten Austausch fortsetzen. Die Interessen von Jagd, Schießsport, Handwerk und Fachhandel lassen sich am wirksamsten gemeinsam, sachlich und lösungsorientiert vertreten.