16.12.2025
Nachdem ein ursprünglich für den Sommer in Berlin geplantes Treffen aus parlamentarischen Gründen spontan verschoben werden musste, lud der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) den Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V. (VDB) kurzerhand in seinen Wahlkreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein ein. Peter Braß, Interessenvertreter des VDB, folgte der Einladung am Dienstag, 9. Dezember.
Konstantin von Notz nimmt für die Waffenbranche eine wichtige Rolle ein. Als bedeutender Innenpolitiker der Grünen, langjähriges Mitglied im Innenausschuss, stellv. Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das sich intensiv mit der Arbeit der deutschen Nachrichtendienste (BND, BfV, MAD) befasst sowie als stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion ist er maßgeblich an sicherheitspolitischen Debatten und damit auch an solchen über das Waffenrecht beteiligt. Seine Expertise im Bereich der Inneren Sicherheit, der Bekämpfung extremistischer Bestrebungen und seiner langjährigen Befassung mit dem Waffenrecht machen ihn zu einem wichtigen Ansprechpartner in der politischen Opposition.
Der Besuch begann mit einer Vorstellung des VDB-Mitgliedsbetriebs Mohring Jagdwaffen auf Gut Basthorst. Der Betrieb wird von Büchsenmachermeister Maximilian Mohring und seiner Frau Isabel Mohring mit großer Leidenschaft geführt. Schon bei der Ankunft wurde deutlich, dass hier ein Handwerk gelebt wird, das weit über die bloße Ausübung eines Berufs hinausgeht. Mit präziser Handarbeit, fachlicher Tiefe und einem ausgeprägten Qualitätsanspruch repräsentiert Maximilian Mohring das traditionelle Büchsenmacherhandwerk auf höchstem Niveau. Seine Werkstatt ist ein Beispiel dafür, wie viel Know-how, Verantwortung und Hingabe in dieser Branche stecken.
Unser Bild von der Wahlkreisaktion in Basthorst zeigt (von links) Peter Braß, Isabel Mohring, Maximilian Mohring und Konstantin von Notz.
Bei der anschließenden Betriebsführung schilderten Herr und Frau Mohring eindrücklich, mit welchen lokalen Herausforderungen sie konfrontiert sind, darunter auch die Schließung des Schießstandes im Kreis, die sowohl für Jäger, Sportschützen als auch für den Fachhandel und die Jungjägerausbildung deutliche Einschränkungen bedeutet. Herr von Notz sagte Herrn Mohring zu, sich im Anschluss an dieses Treffen gemeinsam mit ihm noch ausführlicher mit der Thematik zu beschäftigen.
Im anschließenden Gespräch zwischen dem Ehepaar Mohring, dem Bundestagsabgeordneten von Notz und VDB-Vertreter Peter Braß stand – wenig überraschend – die aktuelle Evaluierung des Waffenrechts auf Bundesebene im Mittelpunkt. Herr von Notz machte dabei klar, dass er die Probleme im Waffenrecht nicht durch weitere pauschale Verschärfungen zu Lasten der legalen Waffenbesitzer gelöst sieht. Maßgebliche Gefahren gingen vor allem von illegalen Waffen und ihrer missbräuchlichen Verwendung aus. Eine pauschale Kriminalisierung gesetzestreuer Jäger, Sportschützen oder Sammler sei in seinen Augen kein geeigneter Weg.
Gleichzeitig betonte er, dass es im aktuellen Waffenrecht Bereiche gebe, die modernisiert werden müssten, insbesondere dort, wo unklare Formulierungen zu uneinheitlichen behördlichen Auslegungen, unnötiger Bürokratie oder gar zu obsoleten Regelungen führen. Aus seiner Sicht sei es wesentlich sinnvoller, die bestehenden Vorschriften konsequent und gleichförmig anzuwenden und Verstöße klar zu sanktionieren.
Intensiv besprachen die Beteiligten zudem die Kontingentierung der Langwaffen für Jäger, die auch nach Auffassung von Herrn von Notz nicht automatisch einen sicherheitsrelevanten Mehrwert bietet. Klar sei aber: „Personen, die andere gefährden oder eine demokratiefeindliche Haltung vertreten, soll der Zugang zu Waffen vollumfänglich und in aller Konsequenz verwehrt bleiben”, so von Notz im Gespräch.
VDB-Vertreter Peter Braß brachte an dieser Stelle erneut die seit Jahren geforderte Dialogfähigkeit des Nationalen Waffenregisters (NWR) ein. Eine unkomplizierte Abfragemöglichkeit für den Fachhandel, ob ein Kunde mit einem Waffenbesitzverbot belegt ist, würde einen sofortigen und praxisnahen Sicherheitsgewinn bedeuten.
Herr von Notz hob außerdem die Notwendigkeit einer bundesweit einheitlichen Sanktionspraxis hervor. Es könne nicht sein, dass eine vergessene Patrone auf dem Waffenschrank in einer Region zur sofortigen Unzuverlässigkeit führt, während anderswo eine mündliche Verwarnung ausgesprochen wird. „Kleinere, nicht sicherheitsrelevante Verstöße müssten auch mit milderen Mitteln wie einer Belehrung geahndet werden können. Dafür brauche es klare und vorab abgestimmte Regeln”, so seine Einschätzung.
Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass Herr von Notz aufgrund seiner langjährigen parlamentarischen Erfahrung sehr gut weiß, welchen Herausforderungen sich Legalwaffenbesitzer und der Fachhandel tagtäglich stellen müssen. Er erklärte, dass er sich auch in künftigen Debatten zum Waffenrecht einbringen und dabei die Belange der Betroffenen – Jäger, Sportschützen, Sammler und Händler – berücksichtigen werde.
Alle Gesprächspartner waren sich einig, den konstruktiven Austausch in Berlin fortzuführen und zu vertiefen. Der VDB dankt Herrn von Notz ausdrücklich für seine Zeit, seine Offenheit und seine Bereitschaft, die Anliegen der legalen Waffenbesitzer in die politische Diskussion einzubringen, sowie dem Ehepaar Mohring, die tiefe Einblicke in das großartige Handwerk eines Büchsenmachers ermöglichten und die Räumlichkeiten hierfür bereitstellten.
Treffen des VDB mit MdB Konstantin von Notz in dessen Wahlkreis
Gastgeber im Kreis Herzogtum Lauenburg: Mohring Jagdwaffen
Nachdem ein ursprünglich für den Sommer in Berlin geplantes Treffen aus parlamentarischen Gründen spontan verschoben werden musste, lud der Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Bündnis 90/Die Grünen) den Verband Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler e. V. (VDB) kurzerhand in seinen Wahlkreis Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein ein. Peter Braß, Interessenvertreter des VDB, folgte der Einladung am Dienstag, 9. Dezember.Konstantin von Notz nimmt für die Waffenbranche eine wichtige Rolle ein. Als bedeutender Innenpolitiker der Grünen, langjähriges Mitglied im Innenausschuss, stellv. Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, das sich intensiv mit der Arbeit der deutschen Nachrichtendienste (BND, BfV, MAD) befasst sowie als stellvertretender Vorsitzender seiner Fraktion ist er maßgeblich an sicherheitspolitischen Debatten und damit auch an solchen über das Waffenrecht beteiligt. Seine Expertise im Bereich der Inneren Sicherheit, der Bekämpfung extremistischer Bestrebungen und seiner langjährigen Befassung mit dem Waffenrecht machen ihn zu einem wichtigen Ansprechpartner in der politischen Opposition.
Der Besuch begann mit einer Vorstellung des VDB-Mitgliedsbetriebs Mohring Jagdwaffen auf Gut Basthorst. Der Betrieb wird von Büchsenmachermeister Maximilian Mohring und seiner Frau Isabel Mohring mit großer Leidenschaft geführt. Schon bei der Ankunft wurde deutlich, dass hier ein Handwerk gelebt wird, das weit über die bloße Ausübung eines Berufs hinausgeht. Mit präziser Handarbeit, fachlicher Tiefe und einem ausgeprägten Qualitätsanspruch repräsentiert Maximilian Mohring das traditionelle Büchsenmacherhandwerk auf höchstem Niveau. Seine Werkstatt ist ein Beispiel dafür, wie viel Know-how, Verantwortung und Hingabe in dieser Branche stecken.
Unser Bild von der Wahlkreisaktion in Basthorst zeigt (von links) Peter Braß, Isabel Mohring, Maximilian Mohring und Konstantin von Notz.
Bei der anschließenden Betriebsführung schilderten Herr und Frau Mohring eindrücklich, mit welchen lokalen Herausforderungen sie konfrontiert sind, darunter auch die Schließung des Schießstandes im Kreis, die sowohl für Jäger, Sportschützen als auch für den Fachhandel und die Jungjägerausbildung deutliche Einschränkungen bedeutet. Herr von Notz sagte Herrn Mohring zu, sich im Anschluss an dieses Treffen gemeinsam mit ihm noch ausführlicher mit der Thematik zu beschäftigen.
Im anschließenden Gespräch zwischen dem Ehepaar Mohring, dem Bundestagsabgeordneten von Notz und VDB-Vertreter Peter Braß stand – wenig überraschend – die aktuelle Evaluierung des Waffenrechts auf Bundesebene im Mittelpunkt. Herr von Notz machte dabei klar, dass er die Probleme im Waffenrecht nicht durch weitere pauschale Verschärfungen zu Lasten der legalen Waffenbesitzer gelöst sieht. Maßgebliche Gefahren gingen vor allem von illegalen Waffen und ihrer missbräuchlichen Verwendung aus. Eine pauschale Kriminalisierung gesetzestreuer Jäger, Sportschützen oder Sammler sei in seinen Augen kein geeigneter Weg.
Gleichzeitig betonte er, dass es im aktuellen Waffenrecht Bereiche gebe, die modernisiert werden müssten, insbesondere dort, wo unklare Formulierungen zu uneinheitlichen behördlichen Auslegungen, unnötiger Bürokratie oder gar zu obsoleten Regelungen führen. Aus seiner Sicht sei es wesentlich sinnvoller, die bestehenden Vorschriften konsequent und gleichförmig anzuwenden und Verstöße klar zu sanktionieren.
Intensiv besprachen die Beteiligten zudem die Kontingentierung der Langwaffen für Jäger, die auch nach Auffassung von Herrn von Notz nicht automatisch einen sicherheitsrelevanten Mehrwert bietet. Klar sei aber: „Personen, die andere gefährden oder eine demokratiefeindliche Haltung vertreten, soll der Zugang zu Waffen vollumfänglich und in aller Konsequenz verwehrt bleiben”, so von Notz im Gespräch.
VDB-Vertreter Peter Braß brachte an dieser Stelle erneut die seit Jahren geforderte Dialogfähigkeit des Nationalen Waffenregisters (NWR) ein. Eine unkomplizierte Abfragemöglichkeit für den Fachhandel, ob ein Kunde mit einem Waffenbesitzverbot belegt ist, würde einen sofortigen und praxisnahen Sicherheitsgewinn bedeuten.
Herr von Notz hob außerdem die Notwendigkeit einer bundesweit einheitlichen Sanktionspraxis hervor. Es könne nicht sein, dass eine vergessene Patrone auf dem Waffenschrank in einer Region zur sofortigen Unzuverlässigkeit führt, während anderswo eine mündliche Verwarnung ausgesprochen wird. „Kleinere, nicht sicherheitsrelevante Verstöße müssten auch mit milderen Mitteln wie einer Belehrung geahndet werden können. Dafür brauche es klare und vorab abgestimmte Regeln”, so seine Einschätzung.
Im Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass Herr von Notz aufgrund seiner langjährigen parlamentarischen Erfahrung sehr gut weiß, welchen Herausforderungen sich Legalwaffenbesitzer und der Fachhandel tagtäglich stellen müssen. Er erklärte, dass er sich auch in künftigen Debatten zum Waffenrecht einbringen und dabei die Belange der Betroffenen – Jäger, Sportschützen, Sammler und Händler – berücksichtigen werde.
Alle Gesprächspartner waren sich einig, den konstruktiven Austausch in Berlin fortzuführen und zu vertiefen. Der VDB dankt Herrn von Notz ausdrücklich für seine Zeit, seine Offenheit und seine Bereitschaft, die Anliegen der legalen Waffenbesitzer in die politische Diskussion einzubringen, sowie dem Ehepaar Mohring, die tiefe Einblicke in das großartige Handwerk eines Büchsenmachers ermöglichten und die Räumlichkeiten hierfür bereitstellten.