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02.07.2026

VDB beim 8. Berliner Kongress „Wehrhafte Demokratie“ 

Hochrangige Teilnehmer sprachen über Innere Sicherheit, Wirtschaft und gesellschaftliche Resilienz

Am 29. und 30. Juni fand im Berliner Hotel de Rome der 8. Berliner Kongress „Wehrhafte Demokratie“ statt. Das Format versteht sich als gesellschaftlicher Dialog für innere Sicherheit, Verteidigungsfähigkeit und Zusammenhalt und bringt nach Angaben des Veranstalters „Wegweiser“ jährlich rund 400 führende Köpfe zusammen, die die Sicherheitsarchitektur Deutschlands und Europas mitgestalten. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr die Anpassungsfähigkeit des sicherheitspolitischen Systems, die Verzahnung von innerer und äußerer Sicherheit sowie die Frage, wie Deutschland und Europa unter veränderten geopolitischen Bedingungen handlungsfähig bleiben.

Für den VDB waren Vizepräsident Frank Satzinger und Interessenvertreter Peter Braß mit einem Informationsstand vor Ort. Der Kongress war für den VDB ein neues politisches Format und bot deshalb eine wichtige Gelegenheit, das Büchsenmacherhandwerk und den legalen Waffenfachhandel in einem sicherheitspolitisch geprägten Umfeld sichtbar zu machen und die Positionen der Branche in Gesprächen mit politischen Entscheidungsträgern, Behörden, Sicherheitsakteuren und Verbänden vor dem Hintergrund der laufenden Evaluierung, einzubringen. 

Die thematische Breite des Kongresses bot hierfür zahlreiche Anknüpfungspunkte: Der Kongress befasste sich unter anderem mit Sicherheitsarchitektur, innerer Sicherheit, Gesamtverteidigung, Cybercrime, kritischer Infrastruktur, Beschaffung, Wirtschaft und gesellschaftlicher Resilienz. Die politische Relevanz der Veranstaltung zeigte sich in der hochrangigen Teilnahme aus Politik und Medien. Auf der Bühne und im Programm vertreten waren unter anderem der Bundesminister und Chef des Bundeskanzleramtes Thorsten Frei, Staatssekretär Ingo Behnel aus dem Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Staatssekretär Bernd Krösser und Staatssekretär Hans-Georg Engelke aus dem Bundesministerium des Innern, der Parlamentarische Staatssekretär Christoph de Vries, Bundesminister a. D. Peter Altmaier sowie Generalleutnant André Bodemann, Stellvertreter des Befehlshabers des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Auch aus den Ländern und der europäischen Ebene waren wichtige Akteure vertreten.

Für den VDB standen vor allem die aktuellen waffenrechtlichen Entwicklungen im Mittelpunkt der Gespräche. Hauptthemen waren die Evaluierung des Waffenrechts auf nationaler Ebene sowie die Feuerwaffenrichtlinie auf europäischer Ebene. Der Kongress bot damit ein Umfeld, in dem der VDB seine fachliche Perspektive an den Schnittstellen von legalem Waffenhandel, Handwerk, Sicherheitsinteressen und europäischer Regulierung platzieren konnte. Vertreter von EU, Bund und Landesebene, zu denen der VDB bereits gute Kontakte pflegt, nahmen ebenfalls an der Veranstaltung teil. Dadurch konnten bestehende Gesprächsfäden fortgeführt und neue Kontakte geknüpft werden. 

Foto: Am Rande des Kongresses hatte VDB-Vizepräsident Frank Satzinger die Gelegenheit zu einem persönlichen Austausch mit Generalmajor Andreas Henne, dem Kommandeur der Heimatschutzdivision. Satzinger, selbst aktiver Reserveoffizier im Heimatschutz, nutzte das Gespräch, um aktuelle Themen rund um Heimatschutz, Reserve und sicherheitspolitische Verantwortung zu vertiefen. Der direkte Austausch mit seinem  Divisionskommandeur unterstrich die Bedeutung des persönlichen Dialogs zwischen Bundeswehr, Reserve und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Für den VDB ist dieser Kontakt ein weiteres Zeichen dafür, wie wichtig sicherheitspolitisches Engagement, Fachkompetenz und verlässliche Netzwerke in der heutigen Zeit sind.

Das neue Format eröffnete zusätzliche politische Kanäle und ermöglichte Gespräche in einem Umfeld, das für die weitere Interessenvertretung des Verbandes relevant ist. Gerade mit Blick auf die laufenden Evaluierungen des Waffenrechts und der EU-Feuerwaffenrichtlinie bleibt es entscheidend, dass die Expertise des Fachhandels und des Büchsenmacherhandwerks frühzeitig, sachlich und lösungsorientiert in politische Entscheidungsprozesse eingebracht wird.