01.07.2026
Seit vielen Jahren findet im Sommer die Deutsche Meisterschaft der DSU-Jugend statt. In diesem Jahr waren der Bundesstützpunkt Jugendsport der DSU in Wershofen (St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schießsportverein Wershofen e.V.) sowie die Privilegierte Schützengesellschaft 1924 Affalter im Erzgebirge e.V. die beiden Austragungsorte. Zeitgleich standen die Teilnehmer am Samstag, den 20. Juni, am Start.
Unter dem Motto „Teilnehmer gewinnen“ hat die DSU in diesem Jahr die Förderung der Teilnahme mit attraktiven Geldpreisen ausgelobt. Mit diesem Förderprogramm stellt die DSU die Nachwuchsförderung sehr deutlich in den Fokus ihrer Aktivitäten.
Dieses Förderprogramm soll für Vereine Anreize schaffen, mit möglichst vielen Nachwuchsschützen an der Deutschen Meisterschaft der Jugend teilzunehmen. Die fünf Vereine mit den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden mit gestaffelten Preisgeldern zwischen 1.500 und 250 Euro ausgezeichnet. Die Mittel sind zweckgebunden und sollen wiederum direkt in die Nachwuchsarbeit der Vereine fließen.
Soweit die Zielsetzung. Und? Es hat funktioniert! Eine Verdopplung der Starts ist ein klares Erfolgszeichen für diese Initiative. Ein Negativtrend, der durch Corona ausgelöst wurde, konnte damit nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt werden.
Beachtenswert ist, dass eine Vielzahl der Jugendlichen gleichzeitig neue Mitglieder in der DSU wurden. Hier wird ein zweites Förderprogramm der DSU wirksam. Es werden den Vereinen bis zu 100 Euro je neu geworbenes Jugend-Mitglied ausbezahlt. Diese Aktion läuft noch bis Ende September, trägt den Titel „Mitgliedschaft lohnt sich“ und wird insgesamt mit bis zu 10.000 Euro gefördert.
Foto (von links): Stephan Lange, Vorsitzender der St. Seb. Schützenbruderschaft, DSU-Jugendfachausbilder Jürgen Horn und Christian Becker, Vizepräsident der DSU, bei der Begrüßung der Teilnehmer in Wershofen.
Aber zurück zur Deutschen Meisterschaft 2026. Von 52 Teilnehmern wurden 84 Starts absolviert. Mit 41 Starts war die Disziplin LG-KS-1 am stärksten nachgefragt. Diese Disziplin ist eine kombinierte Disziplin aus Stehend-Aufgelegt-, Stehend-Freihand- und Liegend-Aufgelegt-Anschlag. Die Disziplin ist damit ideal geeignet für den Einstieg in den Schießsport.
Mit der Disziplin LG-KS-3, dem kombinierten Schießen als klassischem Dreistellungswettkampf (stehend, knieend, liegend, jeweils freihändig) wurde eine interessante Disziplin mit 18 Starts von den Jugendlichen absolviert.
Die Besonderheit der DSU-Disziplinen besteht darin, dass die Teilnahme mit relativ einfachen und kostengünstigen Waffen auf Basis von Druckluft (z.B. Seitenspanner-, Knicklauf-Waffen), Co2 oder Pressluftsystemen möglich ist. Auch die Zielsysteme erlauben ein breites Einsatzfeld. Es sind Waffen mit Diopter genauso einsetzbar, wie Waffen mit Leuchtpunkt-Visier, traditioneller Kimme-Korn Visierung oder auch mit Zielfernrohr. Die Teilnehmer starten je nach Visiereinrichtung und Alter in unterschiedlichen Altersgruppen.
„Für die Vereine muss es möglich sein, dem Nachwuchs verschiedene (kostengünstige) Waffen zum Start in den Schießsport zur Verfügung stellen zu können“, berichtet Jürgen Horn, Jugendfachausbilder der DSU und vor über 20 Jahren Autor der Jugend-Disziplinen.
Bei der Entwicklung der Disziplinen wurde zudem konsequent auf den Bezug zu den „Erwachsenen“-Disziplinen geachtet. Dass dieses Konzept grundsätzlich funktioniert, zeigt sich darin, dass aus ehemaligen Nachwuchsschützen bereits gestandene Sportschützen im Großkaliber-Bereich hervorgegangen sind.
Wie wichtig die Nachwuchsförderung im Schießsport ist, unterstreicht Heribert Lorig, Präsident der DSU: „Wenn wir aufhören, uns um den Nachwuchs zu kümmern, werden wir das Ende unseres Sports schneller erleben, als wir es uns vorstellen können. Und über den Nachwuchs gewinnen wir auch die Eltern und deren Angehörige. Vielleicht nicht als Sportschützen, aber als stolze Verwandtschaft der Nachwuchsschützen. Dies stärkt die Position unseres Sports in der Gesellschaft. Daher freut es mich, dass unser Nachwuchsförderprogramm so positiv angenommen wird. Wir danken den ausführenden Vereinen ganz herzlich für die perfekte Organisation und ihr Engagement für den Jugendschießsport.“
(Quelle: Pressemitteilung der DSU, Deutsche Schießsport Union 1984 e.V. – Bundesfachverband für Sportschießen, vom 01.07.2026)
Deutsche Meisterschaft der DSU-Jugend 2026
Zeitgleich gingen im Erzgebirge und in der Eifel 52 Teilnehmer an den Start
Seit vielen Jahren findet im Sommer die Deutsche Meisterschaft der DSU-Jugend statt. In diesem Jahr waren der Bundesstützpunkt Jugendsport der DSU in Wershofen (St. Sebastianus Schützenbruderschaft Schießsportverein Wershofen e.V.) sowie die Privilegierte Schützengesellschaft 1924 Affalter im Erzgebirge e.V. die beiden Austragungsorte. Zeitgleich standen die Teilnehmer am Samstag, den 20. Juni, am Start.Unter dem Motto „Teilnehmer gewinnen“ hat die DSU in diesem Jahr die Förderung der Teilnahme mit attraktiven Geldpreisen ausgelobt. Mit diesem Förderprogramm stellt die DSU die Nachwuchsförderung sehr deutlich in den Fokus ihrer Aktivitäten.
Dieses Förderprogramm soll für Vereine Anreize schaffen, mit möglichst vielen Nachwuchsschützen an der Deutschen Meisterschaft der Jugend teilzunehmen. Die fünf Vereine mit den meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden mit gestaffelten Preisgeldern zwischen 1.500 und 250 Euro ausgezeichnet. Die Mittel sind zweckgebunden und sollen wiederum direkt in die Nachwuchsarbeit der Vereine fließen.
Soweit die Zielsetzung. Und? Es hat funktioniert! Eine Verdopplung der Starts ist ein klares Erfolgszeichen für diese Initiative. Ein Negativtrend, der durch Corona ausgelöst wurde, konnte damit nicht nur gestoppt, sondern umgekehrt werden.
Beachtenswert ist, dass eine Vielzahl der Jugendlichen gleichzeitig neue Mitglieder in der DSU wurden. Hier wird ein zweites Förderprogramm der DSU wirksam. Es werden den Vereinen bis zu 100 Euro je neu geworbenes Jugend-Mitglied ausbezahlt. Diese Aktion läuft noch bis Ende September, trägt den Titel „Mitgliedschaft lohnt sich“ und wird insgesamt mit bis zu 10.000 Euro gefördert.
Foto (von links): Stephan Lange, Vorsitzender der St. Seb. Schützenbruderschaft, DSU-Jugendfachausbilder Jürgen Horn und Christian Becker, Vizepräsident der DSU, bei der Begrüßung der Teilnehmer in Wershofen. Aber zurück zur Deutschen Meisterschaft 2026. Von 52 Teilnehmern wurden 84 Starts absolviert. Mit 41 Starts war die Disziplin LG-KS-1 am stärksten nachgefragt. Diese Disziplin ist eine kombinierte Disziplin aus Stehend-Aufgelegt-, Stehend-Freihand- und Liegend-Aufgelegt-Anschlag. Die Disziplin ist damit ideal geeignet für den Einstieg in den Schießsport.
Mit der Disziplin LG-KS-3, dem kombinierten Schießen als klassischem Dreistellungswettkampf (stehend, knieend, liegend, jeweils freihändig) wurde eine interessante Disziplin mit 18 Starts von den Jugendlichen absolviert.
Die Besonderheit der DSU-Disziplinen besteht darin, dass die Teilnahme mit relativ einfachen und kostengünstigen Waffen auf Basis von Druckluft (z.B. Seitenspanner-, Knicklauf-Waffen), Co2 oder Pressluftsystemen möglich ist. Auch die Zielsysteme erlauben ein breites Einsatzfeld. Es sind Waffen mit Diopter genauso einsetzbar, wie Waffen mit Leuchtpunkt-Visier, traditioneller Kimme-Korn Visierung oder auch mit Zielfernrohr. Die Teilnehmer starten je nach Visiereinrichtung und Alter in unterschiedlichen Altersgruppen.
„Für die Vereine muss es möglich sein, dem Nachwuchs verschiedene (kostengünstige) Waffen zum Start in den Schießsport zur Verfügung stellen zu können“, berichtet Jürgen Horn, Jugendfachausbilder der DSU und vor über 20 Jahren Autor der Jugend-Disziplinen.
Bei der Entwicklung der Disziplinen wurde zudem konsequent auf den Bezug zu den „Erwachsenen“-Disziplinen geachtet. Dass dieses Konzept grundsätzlich funktioniert, zeigt sich darin, dass aus ehemaligen Nachwuchsschützen bereits gestandene Sportschützen im Großkaliber-Bereich hervorgegangen sind.
Wie wichtig die Nachwuchsförderung im Schießsport ist, unterstreicht Heribert Lorig, Präsident der DSU: „Wenn wir aufhören, uns um den Nachwuchs zu kümmern, werden wir das Ende unseres Sports schneller erleben, als wir es uns vorstellen können. Und über den Nachwuchs gewinnen wir auch die Eltern und deren Angehörige. Vielleicht nicht als Sportschützen, aber als stolze Verwandtschaft der Nachwuchsschützen. Dies stärkt die Position unseres Sports in der Gesellschaft. Daher freut es mich, dass unser Nachwuchsförderprogramm so positiv angenommen wird. Wir danken den ausführenden Vereinen ganz herzlich für die perfekte Organisation und ihr Engagement für den Jugendschießsport.“(Quelle: Pressemitteilung der DSU, Deutsche Schießsport Union 1984 e.V. – Bundesfachverband für Sportschießen, vom 01.07.2026)